Die Möglichkeiten neue Gebäude zukunftsfähig zu bauen, entwickeln sich immer weiter. Dabei ist die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben, aktuell die Energieeinsparverordnung (EnEV), nur die Mindestanforderung. Wer noch mehr für den Klimaschutz leisten und für die Zukunft bauen möchte, kann weitergehende Standards umsetzen. Ein besonders innovativer Standard mit Förderung durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist das KfW-Effizienzhaus 40 plus. Mehr dazu erfahren Sie in diesem Beitrag.

 

Energieeffiziente Gebäude sind ein wichtiger Trend der Baubranche. Doch Effizienz alleine reicht mittlerweile nicht mehr aus. Den verbleibenden Energiebedarf des Gebäudes sollen möglichst Anlagen zur Energieerzeugung mit erneuerbare Energien decken. Somit haben Gebäude eine zentrale Rolle in der Energieversorgung der Zukunft. Ein Gebäude-Standard mit geringem Energiebedarf und eigener Energieerzeugung mit erneuerbaren Energien ist das KfW-Effizienzhaus 40 Plus.

 

Was ist der Standard KfW-Effizienzhaus 40 plus?

Der Standard KfW-Effizienzhaus 40 plus ist ein Standard der Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW. Wer diesen Standard umsetzt, erhält eine attraktive Förderung des Kreditinstitutes. Der KfW-Effizienzhaus 40 plus ist der höchste Standard der KfW und die Anforderungen für diese Förderung werden im Programm 153 "Energieeffizient Bauen" geregelt.

 

Anforderungen an das KfW-Effizienzhaus 40 plus

Das KfW-Effizienzhaus 40 plus hat die gleichen Anforderungen an die Energieeffizienz wie das KfW-Effizienzhaus 40. Es zeichnet sich durch einen geringen Jahres-Primärenergiebedarf aus, der nur 40 Prozent des Wertes aus dem Referenzgebäude betragen darf. Dieses definiert die Mindestanforderung an Gebäude nach der Energieeinsparverordnung (EnEV). Darüber hinaus darf der spezifische Transmissionswärmeverlust Ht’ 55 Prozent des Wertes aus dem Referenzgebäude nicht übersteigen.

Der Unterschied zum KfW-Effizienzhaus 40 liegt jedoch im zusätzlich geforderten Plus-Paket. Dazu gehören:

  • eine Anlage zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien, z.B. eine Photovoltaikanlage
  • ein stationäres Batteriespeichersystem
  • eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
  • sowie eine Visualisierung von Stromerzeugung und -verbrauch für jede Wohneinheit

Der Strom aus der Photovoltaikanlage muss im unmittelbaren räumlichen Zusammenhang zum Gebäude erzeugt werden. Er sollte aber auch zum Großteil direkt im Gebäude genutzt werden.

 

Attraktive Förderung für das Effizienzhaus mit erneuerbaren Energien

Bauherren erhalten für ein KfW-Effizienzhaus 40 plus einen zinsgünstigen Kredit von bis zu 100.000 Euro je Wohnung. Zusätzlich erhalten sie einen Tilgungszuschuss in Höhe von bis zu 15 Prozent der Darlehenssumme, maximal jedoch 15.000 Euro je Wohnung. Daneben gewährt die KfW eine tilgungsfreie Anlaufzeit, deren Dauer von der Kreditlaufzeit abhängt. Sämtliche Kosten des Bauwerks sind förderfähig.

 

KfW-Effizienzhaus 40 plus im Mehrfamilienhaus mit Mieterstrom

Dieses Modell des hoch energieeffizienten Hauses mit eigener Energieerzeugung aus Anlagen mit erneuerbaren Energien ist nicht nur für das Einfamilienhaus im ländlichen Raum gedacht. Auch Mehrfamilienhäuser im städtischen Umfeld können als KfW-Effizienzhaus 40 plus gebaut werden.

Da der Strom aus der Photovoltaikanlage überwiegend im Gebäude genutzt werden soll und die Leistungsabgabe an das Stromnetz maximal 60 Prozent der Anlagenleistung betragen darf, bietet sich bei Mehrfamilienhäusern das Mieterstrommodell an. Dabei beziehen die Mieter im Haus vorrangig den Solarstrom vom Dach. Nur wenn der Solarstrom nicht ausreicht, erhalten sie zusätzlichen Ökostrom aus dem Netz für eine sichere Stromversorgung.

Auf diesem Weg profitieren die Mieter im KfW-Effizienzhaus 40 plus nicht nur durch geringe Heizkosten. Auch die Stromkosten sind um mindestens zehn Prozent geringer als beim örtlichen Grundversorger.

 

Mieterstrom für das KfW-Effizienzhaus 40 plus

Ein Mieterstromprojekt in einem Gebäude mit dem Standard KfW-Effizienzhaus 40 plus hat höhere Anforderungen, als in anderen Gebäuden. Zum einen gehört ein Stromspeicher zur technischen Ausrüstung des Gebäudes. Zum anderen muss der Planer einen Nachweis über die Erfüllung der Mindestanforderung an den jährlich zu erzeugenden Stromertrag erbringen.

Daher bevorzugen viele Bauherren und Vermieter die Kooperation mit einem Spezialisten wie SOLARIMO. Dieser errichtet die Anlage und betreibt sie über 20 Jahre. Dazu gehört auch der Verkauf des Stroms an die Mieter mit allen Anforderungen an einen Energieversorger.  Der Bauherr und Vermieter muss sich dann darum nicht mehr kümmern.

 


 

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