Die Klimakrise betrifft uns alle. Darum müssen wir jetzt konsequent dagegen vorgehen. Diese Erkenntnis führt dazu, dass Länder, Regionen und Städte auf der ganzen Welt den Klimanotstand ausrufen. Das signalisiert, dass die Auswirkungen der globalen Erwärmung ganz konkret, vor Ort, eine Gefahr darstellen. Daher haben wir die Verantwortung zum Handeln.

Städte sehen den Ernst der Lage

Mit dem Klimanotstand entwickelt sich ein Bewusstsein, aus welchem jetzt konkrete Vorgaben entstehen. Viele lokale Initiativen und Bewegungen fordern derzeit nicht weniger als ein gesamtgesellschaftliches Umdenken in der wichtigsten Frage dieses Jahrhunderts. Der Klimanotstand ist eine erste Antwort von Kommunen und Städten. Dadurch wird die Bedrohung durch den Klimawandel ganz offiziell als Problem des entsprechenden Landes oder der Stadt anerkannt. Er benennt die Existenz eines menschengemachten Klimawandels und dessen Bedrohung für die Menschheit. Gleichzeitig beinhaltet ein Klimanotstand die Einsicht, dass bisher nicht genug getan wird, um den Klimawandel zu verhindern.

Mit dem Begriff des Notstandes wird dem Klimaschutz die höchste Priorität eingeräumt. Der Gedanke dahinter ist, dass Maßnahmen gegen den Klimawandel nicht mehr aufgeschoben werden können. Die Zeit zu Handeln ist jetzt! Regierungen sind dazu aufgerufen Konzepte für die öffentliche Verwaltung, lokale Unternehmen und Privatpersonen zu erarbeiten. Diese müssen signifikant über das aktuelle Maß an Klimaschutz hinausgehen.

Immer mehr Städte sind dabei

Weltweit entschließen sich immer mehr Parlamente den Klimanotstand auszurufen. Sie verpflichten damit ihre Regierungen den Klimaschutz bei allen wichtigen Entscheidungen zu berücksichtigen. Im April entschloss sich Großbritannien als erstes Land den nationalen Klimanotstand auszurufen. Es folgten Irland und Katalonien. Die Städte Vancouver (Kanada) oder Mailand (Italien) haben sich diesem Beispiel in den vergangenen Wochen ebenfalls angeschlossen.

Auch deutsche Städte sind inzwischen mit dabei.
Stand heute: 19 kleinere und größere Kommunen im ganzen Land haben sich dazu entschieden, sich zu mehr Klimaschutz zu verpflichten. Dabei sind unter anderem Konstanz, Heidelberg, Kiel und Münster.

Klimanotstand ist Schlüsselinstrument

Die Entscheidung, den Klimanotstand auszurufen, setzt an einem Problem an, welches dem Klimaschutz in der Vergangenheit oft im Weg stand.

Wie lässt sich die Bedrohung der Klimakrise in diversen konkreten Entscheidungen berücksichtigen? An dieser Stelle setzt der Klimanotstand an, und fordert eine flächendeckende Berücksichtigung des Themas. Kommunale Projekte und Entscheidungen kommen auf den Klimaprüfstand, und die Verwaltung prüft ihre Auswirkungen auf den Ausstoß von CO2.  Dadurch kann es schneller als bisher zu konkreten Ergebnissen kommen, die einen wirksamen Beitrag zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen führen.

In Konstanz greift die Stadt Forderungen der lokalen Fridays for Future-Gruppe in Sachen Gebäudesanierung und klimaneutrales Bauen auf. Herford und Münster wollen ihre Verkehrskonzepte entsprechend umgestalten. Auch Kiel möchte grundsätzlich alle klimafreundlichen Alternativen anderen Optionen gegenüber vorziehen.

Urbane Solarenergie als wirksames Mittel für den Klimaschutz

Lokale und schnell umsetzbare Maßnahmen - das ist auch die Idee der Mieterstromkonzepte für Wohngebäude sowie der PV-Eigennutzung für Gewerbe und Verwaltung. Photovoltaikanlagen erzeugen sauberen Strom, der größtenteils direkt vor Ort verbraucht wird. Dadurch werden, neben der Vermeidung von fossilen Energiequellen, auch die öffentlichen Stromnetze entlastet. Dies wirkt sich positiv auf eine der größten Herausforderungen der Energiewende aus und spart zusätzlich Geld.

Mit diesem Modell können private und öffentliche Gebäudeeigentümer selbst zum Stromerzeuger werden. Sie können damit selbst zur Energiewende beitragen, ohne die Stromerzeugung in den Mittelpunkt des eigenen Geschäfts zu stellen. Dienstleister bieten die kostenlose Installation/ Errichtung von Solaranlagen auf dem Dach an, damit ist keine Investition notwendig und das Gebäude wird mit lokalem, grünem Strom versorgt. Gerade kommunale Gebäude, wie zum Beispiel Schulen, können dabei eine wichtige Vorbildwirkung für die Region haben. Die Ausrufung des Klimanotstandes ist letztendlich der Appell vor Ort zu handeln.

In den Städten sind noch viele ungenutzte Dachflächen, die sich für eine lokale Stromerzeugung mit der Kraft der Sonne eignen. Je nach Anforderungen und Wünschen können unterschiedliche Umsetzungsmodelle zum Einsatz kommen.


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