Bei der Energiewende denken viele von uns zuerst an Photovoltaikanlagen auf Einfamilienhäusern. Davon gibt es mittlerweile mehr als eine Million in ganz Deutschland. Photovoltaikanlagen auf Mehrfamilienhäusern gibt es dagegen bislang nur wenige. Doch viele Mieter wollen, genau wie Eigenheimbesitzer, die Energiewende unterstützen, einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und von günstigeren Preisen profitieren. Wir haben für Sie eine Liste mit vielen Gründen und einigen Voraussetzungen für solaren Mieterstrom aufgestellt.

Solarer Mieterstrom lohnt sich durch Eigenverbrauch und attraktive Förderung

Die Kosten für Photovoltaikanlagen sind seit 2006 um über 75 Prozent gefallen (Quelle: Fraunhofer ISE). Damit ist Solarstrom vom Dach mittlerweile deutlich günstiger als der Strom aus dem Netz. Dies bedeutet, dass es heute attraktiver ist, den Strom direkt im Haus zu verbrauchen, als ihn in das Netz einzuspeisen. Denn die Einspeisevergütung ist geringer als die Einsparung durch den selbst verbrauchten Solarstrom.

Seit dem Mieterstrom-Gesetz im EEG 2017 können auch Mieter in großen Gebäuden von den günstigeren Preisen des Solarstroms profitieren. Sie zahlen für solaren Mieterstrom mindestens 10 Prozent weniger, als beim örtlichen Grundversorger. Möglich ist das durch den Entfall von Abgaben und Netzentgelten, sowie dem Mieterstrom-Zuschlag für den Anteil des Stroms aus der PV-Anlage.

Hinzu kommen attraktive Förderprogramme der KfW. Sie fördert Investitionen in Photovoltaikanlagen und in Batteriespeicher. Auch die Kombination, von hocheffizienten Gebäuden mit Photovoltaikanlage und Batteriespeicher (KfW-Effizienzhaus 40 plus) wird unterstützt. Weitere Programme der Bundesländer ergänzen das Förderangebot.

Mieterstrom steigert damit den Wert von Eigenverbrauch! Durch geringere Preise für Photovoltaikmodule und attraktive Förderung.

 

Solarer Mieterstrom lohnt sich bei großen Gebäuden

Die Nutzung des Solarstroms in einem Mehrfamilienhaus ist nicht vergleichbar mit dem Eigenverbrauch im Einfamilienhaus. Es gibt zwar die Förderung durch den Mieterstrom-Zuschlag und es entfallen einige Abgaben auf den Strompreis. Jedoch ist Mieterstrom durch den Aufwand für die Abrechnung und durch gesetzliche Vorgaben nicht in allen Fällen wirtschaftlich attraktiv.

Damit ein Contracting-Dienstleister aktiv werden kann und das Vorhaben wirtschaftlich sinnvoll ist, müssen einige Mindestvoraussetzungen erfüllt sein:

  • mindestens 12 Wohneinheiten
  • möglichst nur ein Hausanschluss an das Stromnetz
  • großes Dach mit wenig Aufbauten
  • Flachdach oder Schrägdach mit Süd-Ausrichtung
  • idealerweise eine anstehende (Dach-) Sanierung, um Kosten (z.B. für das Gerüst) zu sparen

Prinzipiell lässt sich sagen, dass das Mieterstrom-Angebot attraktiver wird, je größer die Dachfläche und die Anzahl der Wohneinheiten pro Hausanschluss ist. Weitere Informationen gibt es direkt beim Mieterstrom-Dienstleister.

 

Solarer Mieterstrom lohnt sich für das Klima

Jede Solaranlage leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Denn bei der Erzeugung von Strom durch die Photovoltaikanlage fallen keine klimaschädlichen Emissionen an. Somit ist jede verbrauchte Kilowattstunde Solarstrom ein Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen. Der Verbrauch von sauberem Solarstrom führt dazu, dass weniger Strom aus konventionellen Kraftwerken benötigt wird. Damit verringert sich auch der Import von fossilen Energieträgern und die Abhängigkeit von anderen Staaten.

Zusätzlich entlastet solarer Mieterstrom die Stromnetze. Denn der saubere Strom wird dort erzeugt, wo er verbraucht wird, ohne das öffentliche Stromnetz zu nutzen. Nur der Anteil des Stroms, der nicht im Haus verbraucht werden kann, wird in das Stromnetz eingespeist.

Ein Angebot für solaren Mieterstrom ist somit ein lokaler Beitrag für den Klimaschutz.

 

Solarer Mieterstrom lohnt sich für Wohnungsunternehmen

Durch die Photovoltaikanlage auf dem Dach ihrer Immobilien zeigen Wohnungsunternehmen ihr Engagement für den Klimaschutz. Denn sie tragen dazu bei, die CO2-Emissionen zu reduzieren. So tun sie etwas für das Klima und für die Mieter.

Wohnungsunternehmen können mit der Photovoltaikanlage zudem sauberen Strom für E‑Ladesäulen anbieten. So unterstützen Sie zeitgleich den Ausbau der Infrastruktur für Elektromobilität.

Die Photovoltaikanlage stellt eine Aufwertung des Gebäude dar. Sie bewirkt ein nachhaltiges und soziales Image. Das Wohnungsunternehmen wird als modern und innovativ wahrgenommen. Außerdem: das Gebäude wird attraktiver für Mieter und potenzielle Käufer.

Wohnungsunternehmen können mit solarem Mieterstrom also ihren Wohnungsbestand vollumfassend aufwerten.

 

Solarer Mieterstrom lohnt sich für Mieter

Auch für die Mieter in großen Immobilien lohnt sich Mieterstrom. Bislang waren sie durch die EEG-Umlage nur an den Kosten der Energiewende beteiligt. Mit solarem Mieterstrom haben sie nun die Möglichkeit, lokal erzeugten sauberen Strom vom Dach zu beziehen — und das auch noch günstiger als Strom aus dem Netz. Sie unterstützen damit die regionale Energiewende und leisten einen Beitrag zum Klimaschutz.

Sollte der Vermieter die Möglichkeit anbieten, Elektrofahrzeuge zu laden, können die Mieter auch ihre Elektroautos oder E‑Bikes Zuhause mit sauberem Solarstrom laden. Damit wird die Nutzung dieser Fahrzeuge attraktiver und noch nachhaltiger.

Mit solarem Mieterstrom können Mieter ihre Stromkosten reduzieren. Denn der Stromtarif wird immer mindestens zehn Prozent günstiger sein, als der örtliche Grundversorgertarif. Gleichzeitig wirkt der Anteil des Solarstroms an dem Stromtarif als eine Strompreisbremse. Denn dieser Anteil bleibt für 20 Jahre konstant günstig. Mieter müssen sich mit Mieterstrom also weniger Sorgen um steigende Strompreise machen.

Ergebnis: Mieter können durch Mieterstrom an der Energiewende partizipieren und sich über günstige Strompreise freuen.

 

Fazit

Solarer Mieterstrom lohnt sich für viele unterschiedliche Zielgruppen. Für alle gibt es zahlreiche Gründe, warum es für sie besonders attraktiv ist.

 


 

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