Photovoltaik lohnt sich nicht, ist ineffizient und teuer – diese und ähnliche Vorwürfe halten sich hartnäckig. Deshalb zögern viele Immobilienbesitzer bei der Anschaffung einer eigenen Solaranlage. Zu Unrecht, denn bei den Aussagen handelt es sich oft um Fehldeutungen. In diesem Beitrag präsentieren wir Ihnen fünf gängige Photovoltaik-Irrtümer. Wir nehmen die Gerüchte genau unter die Lupe und klären, wie es um die Fakten in puncto Solarenergie steht.

 

Photovoltaik-Irrtum #1: Solarenergie rechnet sich nicht

Von vielen Seiten hören wir, dass sich Photovoltaik (PV) nicht rechnen würde. Ein Hauptproblem seien die Kosten von Solaranlagen. Dazu zählen insbesondere die Ausgaben für die Anschaffung von Solarmodulen. So könnten die Solarkraftwerke ihre Anschaffungskosten niemals decken und damit rechtfertigen. Die Investition in Photovoltaik sei ein Verlustgeschäft und nicht zu empfehlen, so die PV-Kritiker.

Das ist ein Irrtum – und zwar in zweifacher Hinsicht: Erstens sind Solarmodule viel günstiger als noch vor wenigen Jahren. Das liegt zum einen an den massiv gewachsenen Stückzahlen, zum anderen an der immer besseren Technik. Natürlich hat ein Solarkraftwerk seinen Preis und die Anfangsinvestition muss gestemmt werden. Jedoch hat sich der durchschnittliche Endkundenpreis einer Aufdachanlage in den letzten Jahren mehr als halbiert, während die gestiegene Modulqualität für längere Laufzeiten sorgt.

Photovoltaik ist so günstig wie noch nie und die Kaufentscheidung rechnet sich: Im Durchschnitt amortisiert sich eine PV-Anlage nach 8 bis 11 Jahren, kann aber problemlos über 30 Jahre zuverlässig Ökostrom liefern. Da die Betriebskosten äußerst gering sind, fließen ab dem Zeitpunkt der Amortisierung praktisch alle Einnahmen in den Gewinn.  Ganz besonders lohnt sich eine PV-Anlage aber, wenn der Sonnenstrom gleich vor Ort verbraucht wird, z.B. im Rahmen eines Mieterstrommodells. Dadurch entfallen Netzentgelte und ein Teil der Steuern und Umlagen. Im Vergleich zur reinen Einspeisung kann damit ein Mehrwert von bis zu 6 ct/kWh erzielt werden.

 

Photovoltaik-Irrtum #2: Die Leistung lässt viel zu schnell nach

Einige Immobilienbesitzer schrecken vor dem Kauf einer Solaranlage zurück, weil sie sich Sorgen um die langfristige Wirtschaftlichkeit machen. Es sei schließlich Fakt, dass die Geräte im Laufe der Jahre an Leistung verlieren. Die Annahme: Die Stromausbeute von Aufdachanlagen würde viel zu schnell nachlassen, sodass sich der Betrieb schon kurz nach der Amortisationszeit nicht mehr lohne.

Auch das ist ein Irrtum: Es stimmt zwar, dass die Leistung einer Solaranlage abnimmt. Dieser Effekt ist jedoch so marginal, dass er finanziell gesehen kaum eine Rolle spielt. Laut mehrer Studien arbeitet eine Photovoltaikanlage nach 10 Jahren noch mit 90-95 Prozent ihrer Leistung. Sie müssen sich also keine Sorgen darüber machen, dass Ihre Aufdachanlage in naher Zukunft nicht mehr genügend Strom produziert.

 

Photovoltaik-Irrtum #3: Kein Strom ohne strahlenden Sonnenschein

Ein weiterer, oft genannter Kritikpunkt ist die Stromproduktion einer Solaranlage. Die Geräte könnten demnach nur bei klarem Himmel und strahlendem Sonnenschein Energie erzeugen. Bei schlechteren Wetterlagen seien sie praktisch nutzlos. Die Investition in Solarenergie wäre viel zu stark vom Wetter abhängig und dadurch riskant.

Ein Irrtum: Solaranlagen produzieren immer dann Strom, wenn es hell ist. Der Ertrag fällt bei strahlendem Sonnenschein natürlich am höchsten aus, die Geräte arbeiten aber auch bei ungünstigeren Wetterbedingungen. Dazu zählen beispielsweise ein bewölkter Himmel, Regen oder Nebel. Ihre Aufdachanlage ist somit ein zuverlässiger Stromproduzent der allerdings den natürlichen Wetterschwankungen unterworfen ist.

 

Photovoltaik-Irrtum #4: Die Wartung und Reinigung ist viel zu aufwendig

Bei der finanziellen Betrachtung einer Solaranlage spielen neben dem Anschaffungspreis die langfristigen Wartungs- und Reinigungskosten eine Rolle. Viele Immobilienbesitzer sind der Ansicht, dass Wartungsarbeiten viel zu zeit- und kostenintensiv sind.

Auch das ist ein typischer Irrtum: Solarmodule sind sehr störungs- und wartungsarm. Zudem sind die Geräte sehr leicht zu reinigen. Das übernimmt nämlich die Natur: Photovoltaikmodule werden durch Niederschläge fast vollständig gesäubert. In der Regel reicht es daher, alle zwei Jahre eine professionelle Reinigung vornehmen zu lassen.

 

Photovoltaik-Irrtum #5: Solarmodule sind schlecht für die Umwelt

Solarmodule sind umweltschädlich – das denken viele Immobilienbesitzer. Für die Herstellung sei mehr Energie nötig, als die Anlagen jemals produzieren könnten. In puncto Ökobilanz würde Photovoltaik schlecht abschneiden, da die Module viele wertvolle Ressourcen verbrauchen und sich obendrein nicht recyclen lassen.

Ein weiterer Irrtum: Solaranlagen haben nach etwa ein bis drei Jahren die Energie produziert, die für ihre Herstellung notwendig war. Die lange Lebensdauer der Geräte sorgt für eine gute Ökobilanz. Zudem erzeugen Solaranlagen während des Betriebs keine Treibhausgasemissionen wie beispielsweise Kohlekraftwerke und tragen somit nicht zur Erderwärmung bei. In klassischen Silizium-Solarmodulen finden sich auch keinerlei seltenen Rohstoffe. Sie bestehen zum überwiegenden Teil aus Aluminium, Glas und Silizium (Sand). Nicht zuletzt lassen sich Solarmodule fast vollständig wiederverwerten. Wertvolle Bestandteile wie Silizium, Aluminium und Kupfer sowie weitere Materialkomponenten können bis zu 95 Prozent recycelt werden.

 

Die Fakten: Solarenergie ist viel effizienter, als Sie denken!

Unsere Fakten zur Solarenergie stellen klar: Die Photovoltaik ist eine zukunftsweisende, umweltgerechte und lohnende Technologie. Hinterfragen Sie also die üblichen Photovoltaik-Irrtümer und machen Sie sich beim Solarstrom-Experten SOLARIMO schlau. Weitere Irrtümer klären wir in Teil 2 und Teil 3 dieser Serie auf. Gerne beantworten wir Ihnen Ihre Fragen zum Thema und geben Ihnen einen Überblick über die Möglichkeiten, Ihre Immobilie mit grünem Strom auszustatten.

 


 

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