Energetische Sanierungen von Mehrfamilienhäuser sind ein wichtiger und notwendiger Beitrag zum Klimaschutz. Ohne den Anteil dieser Gebäude wird es schwierig, einen klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen. Doch Sanierungen haben mittlerweile einen schlechten Ruf. Sie sind häufig mit einer steigenden finanziellen Belastung der MieterInnen verbunden. Daher sind warmmietenneutrale Sanierungen oder Sanierungen ohne Kostenumlage auf die MieterInnen anzustreben, um Akzeptanz bei den MieterInnen zu finden. Eine wichtige Komponente, um Klimaschutz und soziale Anforderungen zu vereinbaren, sind die Photovoltaikanlagen. Sie tragen zur Reduzierung der CO2-Emissionen bei und sorgen gleichzeitig für Einsparungen bei den MieterInnen.


  1. Sanierungen bedeuten häufig zusätzliche finanzielle Belastungen von MieterInnen
  2. Optimal sind warmmietenneutrale Sanierungen ohne Mehrkosten
  3. Beitrag von PV-Anlagen zur Reduzierung des Energiebedarfs
  4. Photovoltaikanlagen ohne Kostenumlage durch Contracting
  5. Photovoltaik hilft die Ziele von Sanierungen zu erreichen

 

Sanierungen bedeuten häufig zusätzliche finanzielle Belastungen von MieterInnen

Sanierungen von Wohngebäuden benötigen große Investitionen. Wohnungsunternehmen nehmen nur so viel Geld in die Hand, wenn sie die eingesetzten Mittel wieder erwirtschaften können. Das bedeutet, dass sie die Ausgaben auch wieder verdienen müssen. Daher legen sie ihre Investitionen über die Modernisierungsumlage auf die Miete um, was zur Folge hat, dass die Mieten steigen.

Dies trägt leider dazu bei, dass die Akzeptanz von notwendigen Sanierungen schwindet. Denn höhere Ausgaben für die Miete belasten zunehmend viele Haushalte. So wird es für viele Menschen immer schwieriger bezahlbaren Wohnraum zu finden.

Auf der anderen Seite sollen die Sanierungen Einsparungen bei den Heizkosten bewirken und die Nebenkosten reduzieren. Doch in vielen Fällen sind die zusätzlichen Kosten derzeit höher als die erzielten Einsparungen.

 

Optimal sind warmmietenneutrale Sanierungen ohne Mehrkosten

Damit Sanierungen bei MieterInnen Akzeptanz finden, ist es wichtig, dass die höheren Mietkosten die Einsparungen nicht übersteigen. Der Idealfall sind Sanierungen, ohne Erhöhungen der Warmmiete. In diesem Fall gleichen sich Mehrkosten und Einsparungen aus.

Bei den bisher üblichen Sanierungen ist es kaum möglich die Kosten so gering zu halten, dass sie von den Einsparungen aufgefangen werden. Ein möglicher Weg, um warmmietenneutrale Sanierungen zu erreichen, ist das Projekt Energiesprong. In diesem Projekt versuchen die AkteurInnen durch industrielle Vorfertigung und großes Volumen die Kosten so weit zu reduzieren, dass sie durch die Einsparungen gedeckt werden können.

 

Beitrag von PV-Anlagen zur Reduzierung des Energiebedarfs

Eine weitere Reduktion der Energiekosten lässt sich mit Photovoltaikanlagen erreichen. Sie tragen auch zur Reduzierung der Emissionen des Gebäudesektors bei. Auf unterschiedlichen Wegen. Zum einen lassen sich die PV-Anlagen bei der Ermittlung des Jahres-Primärenergiebedarfs des Gebäudes anrechnen. Dies erfolgt nach EnEV über die monatliche Bilanz des elektrischen Endenergiebedarfs für die Haustechnik. Je mehr elektrische Energie benötigt wird, umso mehr kann die PV-Anlage decken. Insbesondere bei der Nutzung von Wärmepumpen ist der mögliche Beitrag einer Photovoltaikanlage interessant.

Im künftigen Gebäudeenergiegesetz spielt der Strom aus erneuerbaren Energien eine größere Rolle. Denn dort dürfen PlanerInnen den Jahres-Primärenergiebedarf reduzieren, in Abhängigkeit von der Leistung der PV-Anlage. Nach der vom Bundestag verabschiedeten Fassung, können sie durch die Nutzung von Solarstrom im Gebäude den Primärenergiebedarf um bis zu 30 Prozent reduzieren. Bei der Nutzung eines Batteriespeichers sogar um bis zu 45 Prozent.

Ein weiterer Beitrag zum Klimaschutz ergibt sich bei Mieterstrom aus den vermiedenen CO2-Emissionen aus fossilen Kraftwerken. Denn Strom aus den PV-Anlagen muss nicht in anderen Kraftwerken erzeugt werden.

 

Photovoltaikanlagen ohne Kostenumlage durch Contracting

Ein weiterer Vorteil der Photovoltaikanlagen als Bestandteil von energetischen Sanierungen ist ihre Kosteneffizienz. Im Gegensatz zu anderen Maßnahmen zur Reduzierung des Energiebedarfs, wie Dämmung von Fassade und Dach, oder wie neue Fenster und neue Heizungsanlagen, benötigen Photovoltaikanlagen keine hohen Investitionen. Das Contracting von Photovoltaik-Anlagen für Mieterstrom durch einen externen Dienstleister ermöglicht die Umsetzung von Maßnahmen ohne eigene Investitionen. Daher werden auch keine Umlagen auf die Miete fällig.

Bei einer Sanierung mit Photovoltaikanlagen haben MieterInnen den Vorteil, dass sie durch Mieterstrom von Beginn an ihre Stromkosten reduzieren können. Denn im Vergleich zum örtlichen Tarif in der Grundversorgung, sparen sie mindestens zehn Prozent. In einigen Fällen kann die Einsparung noch höher liegen.

 

Photovoltaik hilft die Ziele von Sanierungen zu erreichen

Nicht nur die gesetzlichen Anforderungen an die Gebäude sind ein Grund für den Einsatz von mehr Photovoltaikanlagen in der Sanierung. Sie helfen die Ziele der Sanierung und des Klimaschutzes zu erreichen, ohne MieterInnen mit weiteren Kosten zu belasten. Somit muss Photovoltaik immer ein Bestandteil einer sozialverträglichen Sanierung von Gebäuden sein.



 

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Andreas Kühl

Andreas Kühl

Erfahrener Energieblogger mit hohem Interesse die Energiewende mit innovativen Technologien und Geschäftsmodellen voranzubringen. Experte für Gebäudeenergie bei SOLARIMO mit dem Hintergrund als Dipl.-Ing. (FH) Bauphysik.

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